Vorträge im Dahmelandmuseum 2024


Am 18. Juni liest Anne Richter um 17 Uhr im Dahmelandmuseum in Königs Wusterhausen aus ihrem neuen Buch "Sendezeit".

Der Roman, 220 Seiten, erzählt eine von Königs Wusterhausen in den 1950er Jahren inspirierte Geschichte.


DDR, 1952. Hinrich Matuschek glaubt daran, dass in seinem Land eine neue, bessere Gesellschaft entsteht, und möchte mithelfen, sie zu gestalten. Die Blindenschule braucht Lehrer wie ihn, insbesondere jetzt, da sie zum ersten Mal Schüler zum Abitur führen will. Doch dann kommt seine Klasse auf die Idee, Rundfunksendungen zu machen, obwohl das Radio gerade zentralisiert wird. Die Schüler wollen von ihrem Leben als Blinde erzählen, Musik senden, sich einmischen. Hinrich unterstützt sie bei ihrem Vorhaben. Wie wird sich das Experiment entwickeln? Die Ereignisse des 17. Juni 1953 stürzen das Land schließlich in einen Ausnahmezustand. Gemeinsam mit Marianne, die für ihn mehr ist als eine Kollegin, versucht Hinrich, sich in den Wirren zurechtzufinden.
Ein Roman über junge Sehbehinderte, ihre Begeisterung und besonderen Fähigkeiten, über politische Kämpfe und die Utopie einer freien Meinungsäußerung.
"Du hast doch erlebt, was passiert, wenn jeder einfach so sagt, was er denkt."
"Die Frage ist, was geschieht, wenn wir nicht sagen, was wir denken."
Anne Richter, geboren 1973, studierte Romanistik und Anglistik in Jena, Oxford und Bologna. Sie erhielt Stipendien des Literarischen Colloquiums Berlin, der Kunst­stiftung Baden-Württemberg und im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. 2011 wurde sie für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. 2012 erschien ihr Erzählband "Kämpfen wie Männer". Im Osburg Verlag veröffentlichte sie die Romane "Fremde Zeichen" (2013, englische Ausgabe Distant Signs, 2019) und "Unvollkommenheit" (2019). Anne Richter lebt in Heidelberg.

 

                                                                                                                                                           












"