Dauerausstellung

In unserer Dauerausstellung zeigen wir einen Rückblick der Geschichte des Dahmelandes und der Stadtentwicklung der Stadt Königs Wusterhausen. Viele Exponate zum Anfassen und Ausprobieren sowie erklärende Filme zu verschiedenen Themen runden die Ausstellung ab. Die Ausstellungsflächen werden ständig aktualisiert und neu gestaltet, so das die Besonderheiten jedes Themenschwerpunktes gut zur Geltung kommen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Rundgang durchs Dahmelandmuseum

Alle nachfolgend beschriebenen Ausstellungsräume wurden und werden in ehrenamtlicher Arbeit von den Vereinsmitgliedern aufgebaut und gestaltet.

Raum 1 (Eingangsbereich) werden Tiere unserer Heimat gezeigt. Diese gelangten als Totfunde ins Museum, wurden präpariert und in kleinen Inszenierungen dargestellt. Erläuterungstafeln geben Auskunft über Vorkommen, Brutpflege und Nahrungsaufnahme. Von der Ameise über eine Vielzahl von Vögeln bis hin zum Rotfuchs, sind viele Tiere des märkischen Waldes zu entdecken.

Raum 2 zeigt eine geologische Ausstellung. Neben einem 21 km langen Profil durch den Untergrund des Dahmelandes von Mittenwalde nach KW und weiter nach Kablow, sind auch Gesteine, die während der Eiszeit mit den Gletschern aus dem Norden bis zu uns gelangten, zu sehen. Die heutige Landschaft verdankt ihre Entstehung der letzten Eiszeit, der sogenannten Weichseleiszeit. Diese wird anschaulich im Film „Die letzte Eiszeit in Brandenburg“ gezeigt.

Raum 3 berichtet von der Entstehung unserer Ortschaften. Es wurden zahlreiche Siedlungsspuren im Dahmeland in Form von Tonscherben, Holzkohle, Werkzeugen und Lehmbrocken entdeckt. Die Zeitspanne reicht von den ersten Jägern und Sammlern, über die ältesten Ackerbauern, bis hin zu den Bronzehandwerkern sowie den Germanen und Slawen.

Raum 4 ist durch das Zusammentragen von Bäckereiutensilien aus den ehemals vielen Backstuben unserer Region entstanden. Die Backstube um 1920 zeigt die großen Back- und Mehltröge, ein Sortiment von Kuchenformen und viele technische Hilfsmittel wie Apfelschäler, Kirschenentsteiner oder Marmeladenspritzmaschine aus jener Zeit.

Raum 5 führt uns ins historische Handwerk. Hier werden 12 verschiedene Handwerksberufe vorgestellt, wie z.B. die Handwerkskiste eines Bootsbauers aus Dolgenbrodt, die Werkbank eines Tischlers aus Neue Mühle oder eines Malers aus KW.

Raum 6 gibt Einblick in die Wohnkultur einer bürgerlichen Familie um 1920. Eine gemütliche Raucherecke mit Grammofon, Ofen und Tabakspfeife vermitteln den Eindruck eines behaglichen Feierabends. Ein Esstisch mit vier Stühlen bildet den Mittelpunkt des Raumes. An der Fensterfront des Raumes steht der Schreibtisch mit der seltenen „Eintast“-Schreibmaschine und weiteren Schreibutensilien.

Raum 7 zeigt ein Schlaf- und Kinderzimmer mit einer Waschtoilette, den emaillierten Ofen und den Schrank mit dem großen Reisekoffer darauf. In der anderen Zimmerhälfte stehen das Kinderbett, der Kinderwagen und eine Vielzahl von Spielzeug, wie Puppen, Autos, Bauklötzer und ein Puppenhaus.

In Raum 8 befindet sich die Küche um 1920 mit einer gekachelten Kochmaschine die mit Holz und Kohle beheizt wurde. Sie diente nicht nur zum Kochen sondern auch als Wärmequelle des Raumes. Zur weiteren guten Ausstattung der Küche gehört auch ein Eisschrank.

Im Raum 9 ist die Waschküche untergebracht. Ein Prachtstück ist hier die erste Waschmaschine, eine Holzbottichmaschine die von außen mit einem Schwungpendel bedient wurde. Per Kraftübertragung wurde dadurch im Bottich die Wäsche bewegt und von der Seifenlauge durchspült. Nach 1920 bekam die Holzbottichmaschine eine eingebaute Heizung und einen Elektromotor.

Im Raum 10 erfährt der Besucher wie sich aus dem einst ödem „Castrum wusterhuse“ die heutige Stadt Königs Wusterhausen entwickelte. Über die Zeit des 30-Jährigen Krieges, die Zeit des Soldatenkönigs (Friedrich Wilhelm I.), über die beiden Weltkriege und DDR-Geschichte läuft die Zeitspanne. Die Geschichte des Dahmelandes wird gezeigt und aus einer Medienstation kann den Besucher wissenswertes über 70 Orte des Altkreises Königs Wusterhausen erfahren. Auf der Medienstation sind auch extra Seiten für Kinder mit Geschichtsthemen.

Die Dorfschule ist im Raum 11 untergebracht. Hier kann man nicht nur einen Schulraum um 1910 betrachten, sondern auch den Schulalltag zu jener Zeit erleben. Wert wurde in dieser Zeit auf die Fächer Religion sowie Preußische- und Kaisergeschichte gelegt. Damals regierte in der Schule noch der Rohrstock.

Im Raum 12 finden wechselnde Sonderausstellungen statt. Nunmehr wird die 65. Sonderausstellung „Glas im Alltag“ gezeigt. „Bergbau im Dahmeland“, „Papier – Verbreiter der Schrift“, „Postgeschichte von KW und Umgebung“ sind Themen der Ausstellungen gewesen.

Im Raum 13 befindet sich die „Galerie unterm Dach“. Alle sechs bis acht Wochen wechseln hier die Ausstellungen der verschiedensten Künstler. Die Palette reicht von der Malerei, Grafik, Fotografie bis hin zu aktuellen Themen. Zur Zeit wird die 58. Ausstellung, „Fotos aus dem Dahmeland“, gezeigt. Weiterhin werden in diesem Raum im Jahr bis zu acht Fachvorträge gehalten.

Auf dem Museumshof und -garten werden historische landwirtschaftliche Maschinen gezeigt, die zum größten Teil aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen. Die einfache robuste Technik ist noch heute zum größten Teil funktionstüchtig und wird wie auch die Schmiede und das Backhaus an Veranstaltungen vorgeführt.